Ich bin Valentin. Seit 2022 dokumentiere ich jeden Flug, den ich nehme — Airline, Flugzeug, Strecke, Sitz, Kabine, Lounge. Nicht für einen Blog und nicht für ein Publikum: Ich wollte einfach wissen, was ich da eigentlich kaufe. Das hier ist dieser Datensatz — und das, was er mich gelehrt hat.
Familienurlaube, Pauschalreisen, Kreuzfahrten, Skifahren, die klassische deutsche Reisekarte — Mallorca, Türkei, Ägypten, die Ostsee, die Toskana, London. Echtes Reisen, aber undokumentiert und meistens von jemand anderem entschieden. Das zählt, weil ich damit nicht bei null angefangen habe. Es heißt aber auch: Ich bin jahrelang gereist, ohne je zu fragen, was das alles wert war.
2022 ist mein Jahr null — nicht der Anfang meines Reisens, sondern der Anfang des Aufschreibens.
Eine kurze europäische Städtereise mit Eurowings. Objektiv die unspektakulärste Reise auf dieser Seite und zugleich die wichtigste: der erste Flug, den ich sauber dokumentiert habe. Damals habe ich nach Preis gebucht und auf das Beste gehofft — genau die Gewohnheit, die dieser Guide beheben soll.
Frankfurt nach Hongkong mit Cathay Pacific auf der A350-1000. Meine erste ernsthafte Interkontinentalreise — und das erste Mal, dass ich auf das Produkt geachtet habe statt nur auf das Ziel: welche Airline, welches Flugzeug, welcher Sitz, und ob irgendetwas davon den Preis rechtfertigt. Hier beginnt meine heutige Denkweise.
Neun Tage im Großraum Tokio, geflogen mit der B747-8 der Lufthansa — immer noch Economy, aber ein Flugzeug, das die Reise zu einem Ereignis gemacht hat. London als saubere europäische Städtereise, dazu eine Wanderwoche im Chiemgau, damit das Ganze nicht zum reinen Luftfahrt-Hobby wird. Reisen war nicht mehr gelegentlich, sondern ein Rhythmus.
Wien und Bratislava, mit einem Rückflug in der Austrian Business Class — mein erstes Premium-Segment. Danach Hongkong als Basis für Macau, Shenzhen und Taipeh, mit Lufthansa Business auf der Kurzstrecke und Premium Economy auf der A340-600. Mailand und Prag dazwischen. Und dann die große Runde: Europa – China – Neuseeland – Kanada – Europa, mit der Signature Class von Air Canada auf der 787-9 zwischen Auckland und Vancouver. In diesem Jahr wurde meine Karte global und meine Tarife kompliziert genug, um eine Methode zu brauchen.
Portland und Seattle, mit einem United-Polaris-Rückflug ab San Francisco. Boston mit dem A380 der Lufthansa, Business zurück, Economy hin — Premium dort, wo es zählt, nicht überall. Prag mit Condor. Wien zweimal, das zweite Mal als 28-tägiger Arbeitsaufenthalt statt als Reise. Und im September wieder Tokio: meine erste durchgehend in Premium-Kabinen geflogene Route, hin mit der Aria Suite von Cathay.
Ich halte das für das Nützlichste, was ich über mich sagen kann — weil es der Teil ist, den die meisten Reisetexte weglassen.
Nach Distanz statt nach Flügen gerechnet sieht der Premium-Anteil besser aus: 61,8 % Economy, 13,1 % Premium Economy, 25,0 % Business. Beide Zahlen stimmen, und sie erzählen unterschiedliche Geschichten — genau deshalb zeige ich beide. Eine einzelne Prozentzahl lässt sich so hinstellen, dass sie fast alles behauptet, und Airlines wissen das.
Sieben von zehn Flügen sind weiterhin Economy, und First Class bin ich nie geflogen. Ich bin kein Business-Class-Reisender, der sich gelegentlich nach hinten setzt — ich bin ein Economy-Reisender, der genug Premium-Kabinen gekauft hat, um zu wissen, welche davon ihr Geld wert sind und welche nur ein neuer Anstrich sind. Aus dieser Position ist der Guide geschrieben, und deshalb geht es darin vor allem darum, sich abzusichern und fairen Wert zu bekommen — nicht darum, Status zu jagen.
„Wissen, wen Sie bezahlen. Wissen, was Sie kaufen. Und wissen, was eine Stunde davon wert ist.“
Drei Dinge sind aus dem Dokumentieren entstanden, und alle drei stehen im Guide. Erstens: Der Abstand zwischen dem, was eine Airline bewirbt, und dem, was sie liefert, ist messbar — und wenn Sie ihn ein paar Mal gemessen haben, beeindruckt Marketing Sie nicht mehr. Zweitens: Das meiste Geld, das Menschen auf Reisen verlieren, verlieren sie vor dem Abflug, beim Buchen, an Anbieter, die darauf setzen, dass niemand nachprüft. Drittens: Ein Preis ergibt nur im Vergleich Sinn — deshalb rechne ich in € pro Flugstunde, statt darüber zu streiten, ob sich ein Preis hoch anfühlt.
Nichts davon setzt meine Flugliste voraus. Es setzt die Methode voraus, die aus dieser Liste entstanden ist — und die habe ich aufgeschrieben.
Vier Teile und eine Checkliste — 15 €, sofortiger Download, zum Behalten.
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